Profil

Herzlich Willkommen!

Das ZfMK ist eine Einrichtung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Unsere Aufgabe ist die Vernetzung, Koordination und institutionelle Ausgestaltung medienkulturwissenschaftlicher Forschung und Lehre. Zu diesem Zweck initiieren und begleiten wir eine Vielzahl von Projekten – vom Forschungsvorhaben bis zum BA/MA-Studiengang „Medienwissenschaft“.

Medienwissenschaft an der Philosophischen Fakultät

Medienwissenschaft ist seit langem eine strukturbildende, die verschiedenen Fächer und Fächergruppen der Philosophischen Fakultät vernetzende Lehr- und Forschungsrichtung. So ist „Medienkultur: Medialität und Materialität“ der Titel eines von fünf Schwerpunkten im Selbstbericht der Fakultät, den diese im Juni 2009 vorlegte.

Die Philosophische Fakultät begreift Medienwissenschaft in einem kulturwissenschaftlichen Verständnis: Von der sozialwissenschaftlich ausgerichteten Kommunikationswissenschaft, die teilweise vergleichbare Gegenstände (etwa Fernsehen, Radio, Schrift- und Printmedien) untersucht, unterscheidet sie sich vor allem durch die Betonung von historischen, ästhetischen, medien- und kulturtheoretischen Aspekten.

Medienwissenschaft ist jedoch nicht nur eine spezifische ,Perspektive‘ auf eine Reihe von Gegenständen, sondern eine eigenständige, kulturwissenschaftliche Disziplin. Sie erforscht mit großer Pluralität von Ansätzen und Methoden die Vielfalt der Medien, medialer Konstellationen und Verfahren und betreibt deren Geschichtsschreibung und Theoretisierung. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis von Geschichte, Kultur und Gesellschaft.

Wissenschaftliches Profil und Spezifik

Als spezifische Stärke der Kölner Medienwissenschaft erweist sich ihre entschiedene Interdisziplinarität. Die Einrichtung eines medienwissenschaftlichen Studiengangs im Jahr 2002, der im Zuge der fakultätsweiten Umstellung auf BA/MA-Studiengänge als gestuftes Angebot „Medienwissenschaft“ erfolgreich akkreditiert wurde, ist hierfür ein deutlicher Beleg. Das Lehrangebot vermittelt Einsichten in die technischen und ästhetischen, die symbolischen und kommunikativen Eigenschaften einer großen Bandbreite von Medien. Aus einer vorwiegend kulturwissenschaftlichen Perspektive wird die historische Herausbildung und Wandlung von Medien in Verzahnung mit wissenschaftlichen, ökonomischen, politischen und sozialen Prozessen sowie der Beitrag der Medien zu Wahrnehmungs- und Wissensformen diskutiert. Vermittelt werden Methoden zur Analyse von Medien und Theorien, die allgemeine Merkmale von Medien und von Medialität beschreiben.

Die erfolgreiche Arbeit des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs „Medien und kulturelle Kommunikation“ (SFB/FK-427) sowie der Antrag auf ein Excellenzcluster mit dem Titel „Media: Material Conditions und Cultural Practice“, der 2007 bis in die letzte Runde des Auswahlverfahrens gelangte, sind weitere Beispiele für die spezifische Kölner Stärke: Die Kombination von mediengeschichtlicher Tiefenschärfe und medientheoretischer Breite.